thai massage

Die Thai Massage

Die Thai Massage

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Ursprung und Historie der traditionellen Thai Massage

Die Thai Massage hat ihren Ursprung in der ayurvedischen Medizin Indiens. Sie wurde dort zu Lebzeiten Buddhas von dem indischen Arzt Jivaka Kumar Bhaccha entwickelt, welcher bis heute hoch verehrt wird. Verbreitet wurde sie wahrscheinlich durch wandernde Mönche, welche sie im ganzen südostasiatischen Raum bekannt machten.
Dieser Prozess der Verbreitung fand über Jahrhunderte hinweg in buddhistischen Klöstern statt. In Thailand ist diese Massageart heute fest in der Kultur verankert, sie gilt als Heilmittel und Prävention für Jung und Alt und ist fest mit der buddhistischen Tradition verbunden. In Indien, ihrem Ursprungsland, wird sie dagegen kaum noch angewendet, denn hier haben sich andere Massage-Techniken entwickelt. Die Devise der Thaimassage ist, eine Krankheit zu behandeln, wenn diese noch gar nicht existiert und somit gehört die Thaimassage genauso zur Vorbeugung wie eine ayurvedische Ernährung und gesunde Bewegung.
Der Lehre nach geht es hierbei um Energien, die im Körper fließen und nur zu einer Erkrankung führen, wenn sie blockiert sind. Ayurveda soll helfen, die Energien für alle Zeit fließen zu lassen. Dabei werden hier nur zehn Energielinien behandelt, wobei laut der buddhistischen Tradition über 72.000 Energielinien im menschlichen Körper vorhanden sind.
In der Thai-Sprache nennt man sie Nuad Phaen Boran. In ihrer Anwendung wird der Mensch stets im ganzen betrachtet, es ist also weit mehr, als nur den Körper zu massieren, wie wir es in der westlichen Welt kennen. Die Thaimassage ist eine Mischung aus passivem Yoga, erreicht durch die Dehnung, Akupressur, meditativen und energetischen Prozessen.
Was die Massage Technik ebenfalls von anderen Techniken unterscheidet, ist, dass der zu Massierende bekleidet bleibt. Dies kommt einerseits daher, dass auch kein Öl verwendet werden muss. Der Masseur braucht einen festen Griff, welcher mit der Anwendung von Öl nicht möglich werde. Andererseits entspringt die Thai Massage auch der Yoga Tradition, welche mit viel Bewegung und Körperelementen verbunden ist. Dabei ist es für Masseur und den Massierten angenehmer, bekleidet zu sein. Traditionell wird für eine Thai Massage ausschließlich eine flache Matte benötigt, welche auf dem Boden ausgebreitet wird. Mit dieser Matte ist es möglich, dass sich Masseur und Massierter auf einer Ebene befinden und der Masseur kann sein eines Körpergewicht für die Behandlung nutzen. Da es viel um Energieübertragung geht, hat dies den größten therapeutischen Nutzen.
Thai Massage

Bei der Thai Massage geht es auch schon mal zur Sache

Der Ablauf einer traditionellen Thai Massage.

Eine traditionelle Massageeinheit dauert in der Regel 2 bis 2 1/2 Stunden. Der Klient wird hierbei in eine Art Tiefenentspannung versetzt, die einer Meditation ähnelt oder im besten Falle gleichkommt. Doch vor der eigentlichen Behandlung gibt es, genau wie bei jeder anderen Therapie, ein ausführliches Anamnese-Gespräch, bei welchem sich Masseur und Klient kennenlernen sollen und der Masseur herausfiltert, welche Techniken sinnvoll sind. Auch Kräuter werden bei der Behandlung eingesetzt, so heilt der Körper gleichzeitig von außen und von innen. Es wird ein richtiger Behandlungsplan entworfen, bevor mit der eigentlichen Behandlung begonnen wird.
Zu Beginn einer Behandlung gibt es oft ein kleines Mantra, welches den Klienten, aber auch den Masseur, auf die folgende Anwendung vorbereiten soll. In dieser Einstimmung wird oft auch der Gründer der Thaimassage, Jivaka Kumar Bhaccha, erwähnt. Bei der Thaimassage spielt die Atmung eine wichtige Rolle. Auf sie muss beim Massieren stets geachtet und ihr Rhythmus eingehalten werden. Der Masseur dehnt nun die Gliedmaßen des Klienten vorsichtig in alle Richtungen und mobilisiert die Gelenke. Somit werden Energieflüsse angeregt und stagnierende Energie freigesetzt. Auch die inneren Organe sollen durch die Berührung angeregt werden. Individuell können Kräuter hier auch auf dem Körper angewendet werden, wenn der Klient dies erwünscht. Es ist jedoch eher eine neue Methode der Anwendung.

Besser als ihr Ruf

Der Sinn dieser Massage-Technik ist, dass die Selbstheilungskräfte des Klienten aktiviert werden. Er erlebt nicht nur ein Lösen von Verspannungen im Körper, sondern auch auf der seelischen und geistigen Ebene. Durch die tiefe Entspannung kann er hier loslassen, der Kopf wird frei, was sich wiederum auf den Körper auswirkt. Die Tradition besagt, dass ein gesunder Körper nicht ohne einen gesunden Geist existieren kann, weshalb darauf ein so großer Wert gelegt wird.In der östlichen Welt gehört die Thaimassage, wie schon beschrieben, zum festen Repertoire der Prävention und wird von vielen Menschen praktiziert. In der westlichen Welt dagegen besitzt sie noch teilweise einen schlechten Ruf, da sie oftmals mit erotischen Techniken in Verbindung gebracht wird.
Immer mehr Geschäfte müssen an ihrer Beschilderung deutlich machen, dass es sich um keine Erotikmassage handelt. Und dabei ist diese Massagetechnik ideal für Viele von uns. Nicht nur alte oder kranke Menschen können von ihr profitieren. Nahezu jeder hat heutzutage in seinem Alltag mit Verspannungen und noch viel mehr mit emotionalen Blockaden zu kämpfen, ausgelöst durch einen stressigen Arbeitstag, durch übermäßiges Sitzen und zu wenig Bewegung, durch Anstrengung rein auf der geistigen Ebene. Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Nervosität und Burn-out Syndrome können ebenso behandelt werden wie Menstruations- und Verdauungsstörungen, Migräne, Fehlhaltungen, allgemeine Einschränkungen der Bewegung, Kreislauf- und Durchblutungsstörungen sowie fehlendes Körperbewusstsein und vermindertes Selbstvertrauen.