Joggen – zehn Gründe, warum Du ein Läufer werden musst

Joggen – zehn Gründe, warum Du ein Läufer werden musst

Joggen als Breitensport – nach diesem Artikel gibt es keine Ausnahmen mehr

Rund 18 Millionen Menschen deutschlandweit joggen bereits: im Wald, im Park, am Strand, in der Stadt. Zahlreiche Wirtschaftszweige dienen dieser „Lust“: Ratgeber, Getränkehersteller, Nahrungsmittelindustrie, Modebranche. Die Rede ist vom Laufen. Schon Johann Wolfgang von Goethe sagte: „Besser laufen als faulen.“ Ein wunderbares Spiel mit den Buchstaben … Doch das allein ist es nicht, was den Reiz ausmacht einer Sportart, die längst zum Breitensport avanciert ist. Keine ist so einfach und leicht, so interessant und effektiv und selbst bei Wind und Wetter zu praktizieren. Und keine ist so preisgünstig, um nicht zu sagen: gratis – wenngleich nicht umsonst. Schließlich „wechselt Pein und Lust. Genieße, wenn du kannst, und leide, wenn du musst“, um noch einmal Goethe das Wort zu reden. Dagegen aber hält Fred Lebow, Gründer des New-York-Marathons: „Du fühlst Dich gut beim Rennen – und noch besser hinterher.“

Führe Dir vor Augen, dass es neben dem Gehen seit Anbeginn der Menschheit unsere natürlichste Art der Fortbewegung ist. Und: „Wer die Welt bewegen will, muss sich selbst bewegen“, wie Sokrates rät. So kannst Du es zugleich als Philosophie, Meditation, Inspiration, als Weg zu einem klaren Kopf, zu einer heilen Seele und einem gesunden Körper betrachten – und als Maßgabe zur Überwindung des „inneren Schweinehundes“.

Was macht das Phänomen Joggen aus? Wie wird die Gesundheit gefördert? Gibt es verschiedene Laufstile? Und was musst Du als Anfänger beachten?

Paar beim Joggen in Kapstadt

Ob alleine, zu zweit oder in der Gruppe, Joggen ist für jeden was

Zehn Gründe, warum auch Du in diesem Jahr ein Läufer werden solltest: Denn „es sind nicht unsere Füße, die uns bewegen, es ist unser Denken“, wie ein chinesisches Sprichwort besagt. Lasse Dich nicht schrecken von einem Leistungsanspruch: Du bestimmst Zeit, Ort, Dauer, Geschwindigkeit und Strecke. Du bestimmst, ob Du nur 100 Meter läufst oder 1000 Meter. Nur laufe nach Möglichkeit dort, wo Du eins bist mit der Natur, wo die Luft sauber ist, wenn Du tief und lang durch die Nase einatmest, durch den Mund ausatmest – und mit Deinem Atem läufst anstelle ihm davon.

1. Immunsystem und Gesundheit

Willst Du Fitness, Kraft und Ausdauer erlangen, so tue es regelmäßig; anfänglich reichen zwei Mal die Woche aus. Du wirst seltener zum Arzt gehen müssen, denn zugleich wird Dein Immunsystem gestärkt, Du bist weniger anfällig gegenüber Infekten, wie Studien bewiesen haben. Und Du beugst Rückenproblemen vor. Zugleich förderst Du die Verdauung, denn die Nahrung wird schneller verarbeitet. Von einer höheren Lebenserwartung im Vergleich zu Nichtläufern ganz zu schweigen.

2. Diäten werden überflüssig

Das Weihnachtsessen war zu üppig? Der Winterspeck muss weg? Quäle Dich nicht mit zumeist wenig effektiven Diäten. Laufe! Es gibt kaum eine bessere Aktivität, Gewicht zu reduzieren und Kalorien schneller zu verbrennen. Hier kommt diese Sportart als Stoffwechselverstärker ins Spiel, der die Nährwerte besser verwerten und den Rest schneller ausscheiden lässt.

3. Ganzheitliches Training

Bei kaum einer anderen Sportart werden so viele Muskeln betätigt wie beim Joggen. Es sind rund 70 Prozent unserer Gesamtmuskulatur, die gleichzeitig beansprucht werden. Du wirst feststellen, dass nicht nur Deine Beine und Dein Po fester und straffer werden, sondern Dein gesamtes Körpergewebe.

4. Vermeidung von degenerativen Erkrankungen

Regelmäßiges betrieben, verhindert es Osteoporose, den degenerativen Abbau von Knochensubstanz und -dichte. Bereits drei Mal wöchentlich 15 Minuten joggen stärkt die Knochen und senkt das Risiko, an Knochenschwund zu erkranken, um nahezu 40 Prozent.

5. Kondition

Bereits nach kurzer Zeit wirst Du feststellen, dass es das wirkungsvollste Training für das Herz-Kreislaufsystem ist. Viermal wöchentlich eine halbe Stunde reichen aus, eine überdurchschnittliche Fitness zu erlangen. Das Zauberwort heißt „Kondition“, die die Grundlage bildet für sämtliche anderen Sportarten.

6. Die Libido wird angeregt

Laufen macht glücklich, denn erwiesenermaßen werden dabei so genannte Endorphine freigesetzt, Glückshormone also, die sich positiv auf die Stimmung während und auch im Anschluss daran auswirken. Einer Studie der amerikanischen Cornell University zufolge haben regelmäßige Jogger ein um 30 Prozent geringeres Risiko der Impotenz gegenüber Nichtläufern. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch die Harvard University, die zudem feststellte, dass sich bei Läuferinnen die Menopause nach hinten verschiebt. Frank und frei kann man behaupten: Läufer sind die besseren Liebhaber.

7. Es macht schlau

Ebenso hat sich herausgestellt, dass es klug macht. Das Gehirn wird besser durchblutet und mit genügend Sauerstoff angereichert. Immerhin ist er das Lebenselixier, ohne den der Mensch nicht leben kann. Während eines Laufes wird zehn Mal so viel von der Lunge aufgenommen wie bei ruhenden Tätigkeiten und effektiver zu Muskeln, Organen und Blut transportiert. Studien haben gezeigt, dass Läufer, die ihre Ausdauer um fünf Prozent steigerten, bei Denksportaufgaben bis zu 15 Prozent besser abschnitten als Nichtläufer.

8. Kostengünstiger Sport

Es kostet nichts mit Ausnahme funktionsgerechter Kleidung und entsprechenden Schuhwerks. Lehrgänge sind überflüssig – aber nicht das Laufen zum Abbau von Stress, Hektik, Aggressionen, Wut oder Ärger. Hier wirken bereits 30 Minuten Wunder. Neben den bereits erwähnten Endorphinen wird nämlich auch Serotonin, ein Stimmungshormon, freigesetzt. Dieses hilft, Depressionen und Angstzustände zu lindern, ist also Balsam für die Seele.

9. Allein du entscheidest

Joggen ist Sport nach Maß. Egal, ob Tempo, Belastungsgrenze, ganz allein, mit einem Partner oder in einer Gruppe: Unabhängig von irgendwelchen Sportvereinen mit ihren vorgegebenen Terminen und Lokalitäten bestimmst Du autark nach Lust und Laune, ob, wann, wo, wie lange oder mit wem Du läufst. Ob Du nun als einsamer Waldläufer unterwegs bist oder bei Volksläufen Menschen kennenlernen und Freunde finden willst: Alles liegt in Deiner Hand und ist Deine freie Entscheidung.

10. Werde deine Laster los

Laufen bewährt sich auch als Therapie bei Abhängigkeiten von Süchten wie Alkohol, Nikotin oder übermäßiger Nahrungsaufnahme. Denn es stärkt neben Gesundheit und Fitness auch Selbstachtung und Selbstvertrauen.
Und einen nicht unwichtigen Grund nennen wir dir noch obendrein.
Joggen ist unabhängig vom Alter – ob Kind, Jugendlicher, Erwachsener oder Greis. Du kannst jederzeit einsteigen.
Frau mit Sportuhr beim Joggen

Für den Hobbyläufer ist beim Joggen Equipment wie Pulsuhren usw. erst einmal nebensächlich

Welcher Laufstil nun der richtige ist für Dich – auch das kannst Du selbst entscheiden: Ob der Barfußlauf, Ferse-, Mittelfuß- oder Vorfußlauf: Jeder hat seine Vorzüge, wenngleich laufen die Bewegung des gesamten Körpers einschließt.

Mit dem weniger anstrengenden Fersenlauf sind unbewusst rund 90 Prozent aller Läufer unterwegs. Hierbei wird der Fuß auf der Ferse aufgesetzt und nach vorne abgerollt. Er eignet sich für das Joggen über längere Distanzen.

Der ursprünglichste aller Laufarten ist der Vorfuß- oder Ballenlauf. Instinktiv nämlich setzt der Fuß dort auf, wo sich von Natur aus die optimale Dämpfung ergibt. Während die Ferse keinerlei Polsterung aufweist, besteht sie sehr wohl unter dem Ballen. Besonders beliebt ist er bei Sprintern, da hier die Gefahr des Umknickens gering ist, er jedoch eine höhere Geschwindigkeit erzielen lässt.

Sei noch der Mittelfußlauf zu erwähnen, der dynamischer und somit wesentlich kraftsparender ist als der Vorfußlauf. Besonders hervorzuheben sei hier, dass er besonders gelenkschonend ist, weil aufgrund des Abfangens durch die Wadenmuskulatur der Aufprall nicht so abrupt erfolgt wie beim Fersenlauf. Dieser Mittelfußlauf ist sowohl für längere Strecken wie etwa für den Marathonlauf als für kürzere Distanzen geeignet. Anfänglich musst Du Dich hier allerdings auf einen kleinen Muskelkater einstellen, was aber nach kurzer Zeit nachlassen wird. Hier sei noch einmal an Goethe erinnert: „Es wechselt Pein und Lust. Genieße, wenn du kannst, und leide, wenn du musst.“

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