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Laufen als Stresskiller

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Was bedeutet Stress für den Menschen?

Wie entsteht Stress im Menschen? Durch Überarbeitung, Zeitdruck, Bewegungsmangel oder auch mentalen Herausforderungen, die eine Ausweglosigkeit mit sich bringen, kann Stress empfunden werden. Gerade Situationen in denen man einer Aufgabe gegenübersteht, bei der einem die nötigen Mittel zur Lösung fehlen, treiben den Stresspegel immens in die Höhe. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass Stress ebenso bei mangelnden Entscheidungsmöglichkeiten entsteht, welche durch äußere Umstände entstehen können. 
Die Symptome von Stress:

  • Körperliche Symptome: z. B. Verspannungen der Muskulatur, Zittern, Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen, Kopfschmerzen, Magenprobleme, Schlaflosigkeit
  • Psychische Symptome: z. B. Freudlosigkeit, Panikattacken, innere Unruhe, depressive Episoden
  • Geistige Symptome: z. B. Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit, längere Reaktionszeiten
  • Verändertes Verhalten durch Stress: z. B. verändertes Essverhalten, sensiblere Reaktionen, ein erhöhter Konsum von Nikotin oder Alkohol

Was bewirkt Jogging mit meinem Körper?

Sport ist wohl eine der bekanntesten Mittel gegen Stress und kann in vielerlei Formen als „Stresskiller“ helfen. Eine Form davon ist beispielsweise das Laufen / Jogging, welche zu den Ausdauersportarten gehört, doch was genau bewirkt es mit dem menschlichen Körper?
Joggen ist ein ideales Werkzeug für die Fettverbrennung, denn der Durchschnitt der Kalorienverbrennung liegt hier bei 350 Kilokalorien in einer halben Stunde. Darüber hinaus werden viele Sphären der Muskulatur gestärkt, wie z. B. die Herzmuskulatur. Durch den erhöhten Puls muss das Herz schneller und stärker schlagen, weil die Intensität ausgeglichen werden muss. Die Vorteile eines gestärkten Herzens wirken sich außerdem ebenso auf den Blutkreislauf aus und verringern das Risiko eines Bluthochdrucks. Des Weiteren nimmt auch die Lungenkapazität zu und das Atmen fällt Läufern zunehmend einfacher. Im Übrigen senkt das Joggen auch den Blutzuckerspiegel und erhöht das „gutartige“ HDL Cholesterin. Auch die Weitung der Arterien steigern die Durchblutung und versorgen Organe wie beispielsweise das Gehirn besser mit Sauerstoff.

Entspanntes Laufen gegen einen erhöhten Cortisolspiegel

Das Praktizieren kann ähnlich wie ein meditativer Zustand auf den menschlichen Körper wirken. Doch inwiefern entspannt uns das regelmäßige Hineinschlüpfen in die Sportschuhe?
Wenn man angespannt und gereizt ist, bildet der Körper das Stresshormon Cortisol. In Situationen, in denen man unter hoher Anspannung steht, wird dieses Stresshormon kontinuierlich vom Körper ausgeschüttet. Dies wiederum kann zur Folge haben, dass etliche Menschen unter Ihren psychischen und körperlichen Krankheiten leiden. Auch auf die Funktion des Gehirns kann der erhöhte Cortisolspiegel Nachteile bilden, da die Leistungsfähigkeit beeinträchtigt wird. Des Weiteren kann sich der Cortisolspiegel ebenso negativ auf Ihr Schlafverhalten auswirken. Entspanntes Laufen kann bei einem erhöhten Cortisolspiegel Wunder wirken. Das Laufen in der Natur in moderatem Maße kann den Cortisolspiegel erheblich senken, solange sich die Intensität der Aktivität in Grenzen hält.

Weitere mentale Benefits vom Jogging:

Neben dem Ausgleich eines gesunden Cortisolspiegels, bietet der Lauf in der Natur noch viele weitere Vorteile:

  • Neben dem Abbau des Stresshormons Cortisol, wird auch das Stresshormon Adrenalin im Körper abgebaut und macht den Kopf frei.
  • Laufen kurbelt außerdem die Produktion der Glückshormone (Endorphine) an, welche den Körper entspannen und negative Gedanken hinter sich lassen.
  • Joggen verbindet! Entweder zu zweit oder mit dem Betritt in eine Laufgruppe. Der Ausdauersport ist ein idealer Knotenpunkt für soziale Kontakte.
  • Der Zustand eines meditativen Laufs: Der Körper kommt zur inneren Ruhe, die Aufmerksamkeit wird einzig und allein auf sich gerichtet und äußere Umstände der Natur werden vermehrt wahrgenommen. Der Körper arbeitet und der Kopf meditiert.
  • Das Wohlbefinden steigt durch die Produktion von körpereigenen Cannabinoiden, welche einen inneren Rausch bewirken, der uns weniger Schmerzen und Angst empfinden lässt.
  • Die Ideenvielfalt und Kreativität werden beim Jogging gesteigert. Neue Lösungen für Probleme des Alltags werden gefunden oder die Wahrnehmung ändert sich zum Positiven hin.

Der richtige Einstieg

Wer mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, sollte sich vor seinem Einstieg ins Jogging einer ärztlichen Untersuchung unterziehen, denn z. B. Herzkrankheiten können den Körper bei Belastungen schädigen. Für das nötige Equipment reichen gewöhnliche Sportsachen und Sportschuhe. Wichtig hierbei ist nämlich erstmal das Anfangen! Wem zu Beginn vielleicht noch die Motivation fehlt, der kann einen Freund oder eine Freundin einladen und mit Ihm oder Ihr die ersten Schritte bewältigen. Des Weiteren sollte der Körper für den Anfang angetastet und kennengelernt werden. Stellen Sie sich hierbei also keinen Timer und verfallen Sie nicht in Hektik. Zu guter Letzt sollte es ebenso von Wichtigkeit sein, eine gewisse Abwechslung mit der Zeit einzubringen. Das bedeutet, sich auch in anderen Sportarten auszuprobieren um die Sehnen und Bänder zu entlasten. Ansonsten steht dem Einstieg nichts im Weg und das nötige Grüne für den ersten Lauf, findet man überall.

Fazit zum Jogging

Neben den zahlreichen anatomischen Benefits, die der Ausdauersport mit sich bringt, werden auch die Psyche und der Geist positiv beeinflusst. Die Grundeinstellung des Menschen ändert sich hierbei vollkommen, denn die äußere Wahrnehmung der Welt, führt uns immer wieder vor Augen, wie gut wir es doch eigentlich tagtäglich haben. Der alltägliche Stress, den wir uns in der dynamischen Arbeitswelt ansammeln, wird abgebaut und der Kopf wird frei von Problemen und wach.

Image by Mabel Amber from Pixabay