Laufen im Winter

Laufen im Winter

Laufen im WinterAuch im Winter muss nicht zwingend auf das Lauftraining verzichtet werden. Allerdings gilt es hierbei einige Punkte zu beachten. Im folgenden Text werden hierfür neun hilfreiche Tipps vorgestellt.

Neun nützliche Tipps für das Laufen im Winter

1. Im Haus aufwärmen

Bevor wir draußen im Winter mit dem Lauftraining beginnen, sollten wir uns passend aufwärmen. Am besten gelingt das in einem beheizten Raum. Hierfür können einige Schritte auf der Stelle und leichte Dehnübungen durchgeführt werden.

2. Genug trinken

Beim Laufen im Winter schwitzen wir fast genauso viel wie im Sommer. Zudem sorgt die kalte Luft für eine Dehydrierung. Sie enthält kaum Feuchtigkeit, wodurch der Körper relativ schnell austrocknen kann. Daher sollten Läufer regelmäßig etwas trinken, um dies zu verhindern.

3. Etwas mehr essen

Bestimme Tierarten können in sehr kalten Regionen problemlos überwintern. Sie müssen sich hierbei nicht fettreicher ernähren. Bei uns Menschen sieht das beim Laufen im Winter etwas anders aus. Wer bei Schnee und Kälte trainieren will, sollte sich ähnlich ernähren wie im Sommer und im Idealfall sogar ungefähr zwei Prozent mehr zu sich nehmen als in der warmen Jahreszeit. Der Körper benötigt bei kalten Temperaturen mehr Energie, um eine Unterkühlung abzuwenden und die Extremitäten warmzuhalten (Beine, Füße und Arme).

4. Vorsicht bei Eis

Auf frisch gefallenem Schnee kann in der Regel problemlos gelaufen werden. Er bietet einen guten Halt und macht jede Jogging-Einheit zu einem wahren Erlebnis. Problematisch wird das Lauftraining dagegen, wenn sich darunter eine Eisschicht gebildet hat oder langsam Matsch entsteht. Dann sollte der Läufer das Tempo unbedingt etwas drosseln. Denn der Halt ist in diesem Fall nicht mehr so gut und es besteht die Gefahr, dass er ausrutscht. Es kann helfen, die Arme leicht vom Körper abzuspreizen, um die Balance zu halten. Zudem sollte immer der komplette Fuß auf dem Boden aufgesetzt werden. Wenn an bestimmten Stellen eine richtige Eisschicht vorgefunden wird, sollte das Training unterbrochen und besser gegangen werden. Denn ein Sturz bei diesen Bedingungen kann zu starken Verletzungen führen.

5. Reflektierende Kleidung schützt vor Unfällen

Im Winter sind die Tage deutlich kürzer als im Sommer oder im Frühling. So kommt es sehr häufig vor, dass wir nach einem Arbeitstag nach Hause kommen, wenn es draußen bereits dunkel ist. Wer dennoch nicht auf das Lauftraining verzichten will, sollte helle und reflektierende Kleidung (Jacke, Hose, Handschuhe und Schuhe) tragen. Letztere müssen mit einigen Reflektoren ausgestattet sein.

Dadurch können Autofahrer besser erkennen, wenn ihnen ein Läufer entgegenkommt. Zudem macht es Sinn, eine Stirnlampe zu tragen und im Straßenverkehr immer links zu laufen. Dadurch kommen wir anderen Menschen und Autos entgegen und können besser ausweichen, wenn es zu einer gefährlichen Situation kommt.

6. Auf den sogenannten Windchill-Effekt achten

Windchill bedeutet auf Deutsch so viel wie „Windkühle“. Dieser Effekt gibt den Unterschied zwischen der tatsächlich vorherrschenden Temperatur und der von uns empfundenen Temperatur an. Letztere wird unter anderem auch durch die Windgeschwindigkeit beeinflusst. Ist es draußen sehr warm, zeigt sich kein Windchill-Effekt. Erst ab Temperaturen unter von 10 Grad Celsius und kälter macht er sich bemerkbar.

7. Nichts für Anfänger

Anfänger sollten nicht im Winter mit dem Training beginnen. Denn sie müssen sich erst einmal auf sicherem Untergrund an die ungewohnten Bewegungen gewöhnen. Zudem erschwert die Kälte das Atmen, sodass sie schneller aus der Puste sind. Daher sollten sie besser Herbst mit dem Laufen beginnen. Denn gerade am Anfang kann Jogging schon recht anstrengend sein. Daher ist es sinnvoll, dass bei den ersten Einheiten gute und im besten Fall perfekte Bedingungen vorherrschen. Das heißt unter anderem, dass es draußen nicht zu warm und auch nicht zu kalt ist. Wer trotzdem auch im Winter Laufen will, sollte sich in einer Indoor-Anlage bewegen. Dadurch können Erkältungen und Lungenkrankheiten vermieden werden.

8. Unter minus zehn Grad Celsius besser gehen

Wer an die kalte Luft gewöhnt ist, kann in den meisten Fällen bei Temperaturen bis minus zehn Grad Celsius joggen. Sinken diese aber noch weiter, sollte genau darauf geachtet werden, wie der Körper reagiert. Schmerzt die Lunge, muss das Tempo reduziert werden. Besser ist es langsamer und dafür aber gleichmäßig weiter zu laufen. Eventuell sollte bei einem sehr kalten Tag auf die Einheit verzichtet und besser gelaufen werden.

9. Richtig anziehen

Wer sich beim Joggen zu warm anzieht, kann sich schnell erkälten. Nach einer Grundregel ist es okay, die ersten fünf Minuten beim Laufen leicht zu frieren. Danach sollte Funktionskleidung ausreichen, um den aufgewärmten Körper warmzuhalten.

 

Bildquelle:Pixabay